Forschung

Kristallisationspunkte des Schwerpunktes Onkologie


Details


Strukturierte Verbundvorhaben

EnErGie - „Enterale Ernährung bei Malnutrition durch Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts: vom Grundlagenverständnis zum innovativen Behandlungskonzept“

EnErGie mit Partnern an den Universitätsmedizinen am Standort Rostock und Greifswald sowie dem Leibniz-Institut für Nutztierbiologie und der Hochschule Neubrandenburg wird im Rahmen des Programms des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlern in exzellenten Forschungsverbünden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. Ziel ist es, die Versorgung mangelernährter Patienten mit gastroenterologischen Grunderkrankungen in MV zu verbessern. Hierzu werden auch die Ursachen krankheitsbedingter Mangelernährung und der häufig damit verbundenen Sarkopenie (Muskelschwund) untersucht.

(Förderkennzeichen: ESF/14-BM-A55-0007/18)

Laufzeit: 10.2018-03.2022

Weitere Informationen unter:

https://gastro.med.uni-rostock.de/forschung/projekt-energie

http://www.energie.med.uni-rostock.de/

InterAKT

ONKOTHER-H - Entwicklungsplattform für innovative onkologische Therapien am Beispiel des häufigsten menschlichen Krebses – Hautkrebs

Krebs ist weltweit die zweithäufigste Todesursache, nur übertroffen von Herz- und Kreislauferkrankungen. Hautkrebs ist mit den drei Tumorentitäten – kutanes Melanom, Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom – insgesamt die häufigste Krebserkrankung in Deutschland.

Grundsätzlich stellen immer noch die Chirurgie, die Chemotherapie und die Strahlentherapie die drei klassischen therapeutischen Ansätze für Krebspatienten dar. Ziel des Verbundes ist es, eine translationale Entwicklungsplattform für neue Krebstherapien zu etablieren. Dazu haben sich die homogenen Hautkrebsentitäten, als Modelle etabliert. Am Beispiel des kutanen Melanoms und des Plattenepithelkarzinoms der Haut werden neu synthetisierte und pharmakologisch relevante Moleküle (small molecules) und die innovative Behandlung mit kaltem Atmosphärendruckplasma sowie deren Kombination von der Zellkultur bis in die in vivo Situation hinein evaluiert.

Dabei werden von dem in jedem Bereich international exzellent ausgewiesenen Verbund insbesondere die folgenden Forschungsfelder bearbeitet:

  • Synthese neuer pharmakologisch relevanter Moleküle: small molecules (Indirubin-N-Glykoside und Oxindolglykoside)

  • Erschließung von kaltem Atmosphärendruckplasma als onkologische Therapieform und Kombination mit small molecules

  • anti-tumorigene Wirkung dieser neuen Therapieformen auf zellulärer Ebene (in vitro)

  • anti-tumorigene Wirkung dieser neuen Therapieformen in Tiermodellen (in vivo)

  • Einsatz in Pilotstudien als Untersucher-initiierte Studien (z. B. palliativer Einsatz von Atmosphärendruckplasma bei Patienten mit Plattenepithelkarzinomen im Kopf-/ Halsbereich)

Die in Mecklenburg-Vorpommern auf weltweit führendem Niveau entwickelte Behandlung mit kaltem Atmosphärendruckplasma, sowie small molecules, stellen ideale Ergänzungen dar, um in Kombination mit den gerade etablierten Immuntherapien eine weitere Sprunginnovation in der erfolgreichen Krebsbehandlung zu bilden. Einmal etabliert, wird der Verbund – als Plattform – diese und weitere Innovationen auch an anderen Krebsentitäten untersuchen und entwickeln können.

Im Verbund „Onkother-H“ arbeiten interdisziplinär und transinstitutionell sechs Projektpartner bestehend aus acht Arbeitsgruppen aus zwei Universitäten und einer außeruniversitären Forschungseinrichtung in Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Auf Basis einer über mehrere Jahre aufgebauten Vernetzung der einzelnen Partner und erfolgreich generierter Vorergebnisse lassen sich neue Therapieformen erwarten, die einer patentierten industriellen Nutzung zugeführt werden können. Die Etablierung neuer Therapieinnovationen in der Onkologie wirft auch ethische Fragestellungen bei Anwendungsstudien am Patienten auf. Mit der Einbindung von Dr. Suhm vom Alfried Krupp Wissenschaftskollegs Greifswald werden sowohl die Tierethik, als auch patientenorientierte Fragestellungen wissenschaftstheoretisch begleitet.

Projektlaufzeit: 42 Monate, geplant 01.10.2018–31.03.2022
Finanzvolumen: 2,2 Mio. Euro

Weitere Informationen unter:

https://www.onkother-h.med.uni-rostock.de/

PiCoP - Peptid-basierte Immunisierungsstrategien bei Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs

Die PiCoP-Projekte der Universitätsmedizin Rostock (UMR) sind zwei Verbundprojekte, welche über die Landesförderung von Forschung, Entwicklung und Innovation des Landes Mecklenburg-Vorpommerns in Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Greifswald (UMG) und den in Mecklenburg Vorpommern ansässigen Biotec-Unternehmen Miltenyi Biotec GmbH und Centogene AG realisiert werden.


PiCoP steht für peptid-basierte Immunisierungsstrategien bei Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ziel der PiCoP -Verbundforschung ist die Etablierung einer patientenindividualisierten, zellulären Tumorvakzine die die personalisierte, immuntherapeutische Behandlung von Bauchspeicheldrüsen- und Darmkrebspatienten erlauben soll. Hierbei ist ein entscheidender Faktor, dass diese Tumorvakzine für jeden Patienten individuell hergestellt wird und daher die spezifischen Eigenschaften des jeweiligen Tumors (immunogene Neoantigene) berücksichtigt werden. Somit wird eine gezielte Immunreaktion gegen diese charakteristischen Merkmale des Tumors induziert.
Die Besonderheit der beiden unabhängigen PiCoP -Verbünde ist hierbei die Nutzung von Hochdurchsatztechnologieplattformen zur Charakterisierung der Tumore (PiCoP-Centogene) sowie die Herstellung und Beladung der eigentlichen zellulären Vakzine (PiCoP-UMR-Miltenyi).
Die an PiCoP beteiligten Universitätskliniken in Rostock und Greifswald werden im Rahmen der PiCoP Verbünde die präklinischen sowie die eigentliche klinische Studie durchführen. Erste Ergebnisse sind für das Jahr 2022 vorgesehen.


Die Zusammenarbeit beider PiCoP-Verbünde ermöglicht hierbei die Herstellung der patientenindividualisierten Vakzine in einem extrem kurzen Zeitraum.  Somit soll dieses therapeutische Instrumentarium schnellstmöglich den betroffenen Patienten zur Verfügung stehen.

SASKit - Seneszenz-assoziiertes System-Diagnosekit für Krebs und Schlaganfall


Weitere Initiativen und Projekte